Gemeinde Nová Øíše - Sehenswürdigkeiten

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Sehenswürdigkeiten

Kloster und Kirche des hl. Petrus und Paulus

KlosterDie Klostergebäude tragen die Spuren des letzten Umbaus von 1821, als 1813 nach einem schrecklichen Brand des Städtchens das gesamte Klostergelände nach dem alten Grundriss erneuert wurde. Durch den Verbindungsgang ist das Kloster mit der Kirche des hl. Petrus und Paulus verbunden, die am Ort der alten Kirche von 1504 errichtet wurde. Die Kirche ist 45 m lang, 12 m breit im Schiff und 9 m im Presbyterium. Die Innenwände der Kirche sind mit Fresken von Jan Lukáš Kracker aus der Zeit von 1766 – 1767 geschmückt. Wirkliche Kleinode sind die Chorbänke, das Werk eines unbekannten Tischlermeisters aus Horní Slatina von 1696, Das Interierund insbesondere die etwas jüngere Kanzel, das Werk des Holzschnitzers Arbeit von 1700. Die wertvolle Einrichtung der Kirche wird durch die Orgel ergänzt, ein Werk des Orgelbauers Bedøich Semrád aus Nová Øíše aus den Jahren 1764 – 1765. Die Klosterkirche ist durch einen Gang mit dem Kapitellsaal – der Kapelle der hl. Anna verbunden. Auf dem Altar befindet sich die seltene, hochgotische Steinstatue der hl. Anna Samétøetí von der Wende des 14. - 15. Jahrhunderts.

Bibliothek im Kloster

Die Grundlagen der heutigen Bibliothek wurden erst nach der Umwandlung von Nová Øíše in ein Männerkloster gelegt. Eine wirklich bedeutende Bibliothek, die systematisch und regelmässig aufgebaut wurde, wurde sie erst unter dem Abt Josef Bernard Pelikán in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Während der josephinischen Säkularisierung wuchs der Umfang und die Qualität der Bibliothek dank den Einkäufen von Büchern aus den Bibliotheken aufgelöster Klöster (1773 etwa 600 Bände aus der Jesuitenbibliothek in Telè, ausserdem von den Franziskanern in Znojmo, den Dominikanern und Kapuzinern aus Jihlava, Das Interieretwa 100 Bände von den Zisterziensern in Žïáø nad Sázavou, der wertvollste Zuwachs stammte von den Prämonstratensern aus Louka). 1770 liess der Abt den grossen Saal für die Bibliothek im ersten Stock herrichten. 1770 liess er ihn mit Fresken schmücken. In der Bibliothek gab es 1800 etwa 3 700 katalogisierte Werke, was etwa 5 000 – 6 000 Bänden entsprechen könnte. Der Brand im Jahr 1813 zerstörte die gesamte sog. untere Bibliothek, in der an die 3 000 Bände verbranden. Das Feuer bedrohte auch den Hauptbibliothekssaal – es brannten sogar schon die Türen ab – aber es gelang zum Glück, das Feuer rechtzeitig zu löschen.

Nach dem Brand wurde die Bibliothek neu angelegt und bis 1861 nur im Hauptsaal unterbracht, dann wurde sie um zwei Räume erweitert. Die Bibliothek hat über 20 000 katalogisierte Bände, von denen nach der Liquidierung des Klosters 1950 etwa 630 Bände verloren gingen. (Ab diesem Jahr bis 1989 war hier eine Militäreinheit tätig, was die Zerstörung und den Verfall der Gebäude und vieler weiterer Reliquien zur Folge hatte.) Etwa drei Fünftel der Bücher wurden vor 1800 gedruckt, Handschriften gibt es 88 und Erstdrucke 55. Die Zusammensetzung der Fonds erinnert eher an eine Schloss- als an eine Klosterbibliothek. Naturwissenschaften, Medizin, Philologie, Geographie, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften sind zahlreich vertreten. Zur theologischen Literatur gehört etwa ein Viertel.

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